Foto: Frau sieht durch ein Fernglas aus dem Bild heraus

Über uns

AG Disability Studies - Wir forschen selbst!

Behinderte Menschen sind schon seit Jahrhunderten Gegenstand von Wissenschaft und Forschung; dabei dienen sie vor allem als Forschungsobjekte. Ihre eigene Sichtweise auf Behinderung blieb dabei jedoch weitgehend ausgeblendet. Seit den 80er Jahren gibt es eine neue wissenschaftliche Richtung, die das ändern möchte: Disability Studies.

AG „Disability Studies in Deutschland – Wir forschen selbst” - Wer sind wir?

Die Idee für die Arbeitsgemeinschaft (kurz: AGDS) konkretisierte sich am Rande der Tagung „Der (im-)perfekte Mensch: Zwischen Anthropologie, Ästhetik und Therapeutik im Juli 2001 in Dresden”. Die Tagung fand im Rahmen der Ausstellung „Der (im-)perfekte Mensch” im Deutschen Hygiene-Museum Dresden statt und stellte die Disability Studies zum ersten Mal einer breiteren deutschen Öffentlichkeit vor. Theresia Degener und Anne Waldschmidt, die als Referentinnen an der Tagung teilgenommen hatten, initiierten die Gründung der Arbeitsgemeinschaft Disability Studies in Deutschland. Die Gründung fand am 13. April 2002 an der Universität Dortmund mit 24 Gründungsmitgliedern statt.

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft sind behinderte Wissenschaftler/innen und interessierte Aktivist/innen aus der Behindertenbewegung. Die Arbeitsgemeinschaft soll allen Interessierten einen Ort der Vernetzung bieten; Ziel ist es, die Disability Studies in Deutschland weiter zu entwickeln, zu verbreiten und zu etablieren sowie Information und Austausch zu ermöglichen.

Nach längerer Diskussion wurde beschlossen, den englischen Namen zu verwenden, da Disability Studies international für eine bestimmte Grundhaltung in Forschung, Lehre und Praxis stehen, welcher sich die Arbeitsgemeinschaft verbunden fühlt. Die Benutzung des englischen Namens im Deutschen – mit dem Zusatz „Wir forschen selbst” – soll also nicht etwas an sich Neues kennzeichnen, sondern die deutschsprachigen Arbeiten emanzipatorischer und partizipationsorientierter Wissenschaft zu Behinderung mit dem an anderen Orten der Welt Gedachten und Geschriebenen verknüpfen.

Die Arbeitsgemeinschaft (kurz: AGDS) trifft sich zwei Mal im Jahr an unterschiedlichen Orten. Auf den Treffen geht es um organisatorische Fragen, aktuelle Entwicklungen und jeweils die Vorstellung eines Forschungsvorhabens aus den deutschen Disability Studies.

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